Schulgeschichte

Geschichte und Aufführungen der Lola Rogge Schule

Die Lola Rogge Schule besteht seit 1927. Tanz wird hier in seiner künstlerisch-kreativen und tanztechnischen Prägung begeistert aufgenommen und weitergegeben.

Hier ist eine größere Auswahl der Performances im Rahmen der Berufsfachschule für Tanzpädagogik aufgeführt, die Bühnenauftritte der Kinder- und Jugendlichengruppen der Schule für Tanz und Bewegung („Tanzen für alle“) zu finden. Darüberhinaus informieren wir über Lola Rogge und ihr Wirken als Pädagogin und Choreographin, sowie über Christiane Meyer-Rogge-Turner, die 1977 die Leitung der Lola Rogge Schule übernahm.

2025 Kids- und Teensaufführungen „MUT!“ in der Rudolf Steiner Schule in Nienstedten, Veranstalter: „Lola Rogge – Tanz entwickeln e.V.“, mit den Stücken: „Niella“ (Tanzregie: Monika Weller) und „Alles neu für Anne“ (Tanzregie: Christiane Meyer-Rogge-Turner) - 14./15. und 29. Juni

2024 80. Geburtstag von "Mütze", Christiane Meyer-Rogge-Turner, Schulleiterin der Lola Rogge Schule, mit Tänzen der Studierenden und Performances von Katja Borsdorf und Monika Weller - 1. Dezember

„INSTANT COMPOSITION“ in der Hamburger Kunstgalerie, unter der Leitung von Katja Borsdorf - 17. Juli

2023 Performance zur "Nacht der Kirchen" in der Kirchengemeinde Eilbek-Friedenskirche-Osterkirche, Leitung: Christiane Meyer-Rogge-Turner und Monika Weller - 16. September

JUBILÄUMSAUFFÜHRUNGEN: Tüll&Tales for friends, Kids- und Teensaufführungen der Lola Rogge Schule

2022 EIN FEST MIT TANZ – Jubiläumsfeier 95 Jahre Lola Rogge Schule und 20 Jahre Lola Rogge Schule im Kiebitzhof, mit vielen Tänzen der Studierenden - 10. September

SOMMERFEST: Wir feierten 50 Jahre Lola Rogge Schule im Hirschparkhaus und 95-jähriges Bestehen, mit vielen Tänzen der Studierenden - 3. Juli

2019 MOVING SCULPTURES! Farbige Performance unserer Studierenden rund um die Elphi, Leitung: Katja Borsdorf - August

„Teens im Scheinwerfer“ Teensaufführungen der Kurse in der Lola Rogge Schule im Kiebitzhof und im Hirschparkhaus - 9. und 10. Februar

2018 „LUST AUF LOLA ROGGE PLATZ!" Neulanderkundung der Berufsausbildung im Baakenhafen der Hafencity - 22. Oktober

Zum 110. Geburtstag von Lola Rogge: Der Verein „Garten der Frauen e.V.“ eröffnete eine  Ausstellung „Lola Rogge – Ein Leben für den Tanz“ im historischen Wasserturm auf dem Ohlsdorfer Friedhofsgelände, wo auch im sogenannten Garten der Frauen Lola Rogges Grab zu finden ist. Unsere Studierenden des zweiten Semesters überraschten zur Ausstellungseröffnung mit Tanzpoesie im Garten der Frauen - Juli bis September

2017 LOLA TANZT! 90 Jahre Tanz in Hamburg! Abwechslungsreiches Tanzprogramm, darunter das Tanz-Spiel „Der Moment“ von Christiane Meyer-Rogge-Turner mit einem Objekt ihres Bruders, des bildenden Künstlers Jan Meyer-Rogge, sowie das Tanzstück „Was sich so tut, Variation 2″, choreographiert von Katja Borsdorf - 25. November 

„HOPE“ war der Gesamttitel unserer großen Kids- und Teensveranstaltung mit den Stücken: „Lippas Geschichten aus Tag und Nacht“ (Tanzregie: Friederike Althoff), „Die blaue Mütze“ (Tanzregie: Monika Weller) und „Die Friedensqueen“ (Tanzregie: Christiane Meyer-Rogge-Turner und Katja Borsdorf)26. März

2016 KOÏNZI-DANCE e.V. veranstaltete in der Lola Rogge Schule im Kiebitzhof die Ausstellung „Weidt tanzt!“ und die Performance „Die Zelle“. Die Choreographie „La Cellule“/„Die Zelle“ vom Hamburger Tänzer Jean (Hans) Weidt war Ausgangspunkt für ein Kooperationsprojekt von Nele Lipp (Idee+Konzept), Christiane Meyer-Rogge-Turner mit Monika Weller (Choreographie), Karsten Wiesel (Film), Burkhard Scheller (Kostüme) und Wittwulf Y Malik (Musik) - 20. bis 28. Oktober

2015 The Grand Circus Show: „Still In Search” heißt die Hamburger Musikband, in deren Zirkus-Show Studierende der Lola Rogge Schule im Zirkuszelt im Schanzenpark tanzten, Choreographien von Monika Weller und Katja Borsdorf - 3. Juli

2014 Tanzen für Frieden – eine Friedensmesse: „The Armed Man“ von Karl Jenkins mit Studierenden der Lola Rogge Schule. Die Aufführung fand in der Michaeliskirche, dem Hamburger „Michel“ statt. Choreographie: Christiane Meyer-Rogge-Turner, Musikalische Gesamtleitung: Manuel Gera - 9. Oktober

Tanzaufführungen mit Kindern, Jugendlichen und Studierenden im Theater der Rudolf Steiner Schule in Wandsbek: „Wie Rasmus sich Eltern suchte“ (Tanzregie: Friederike Althoff), „Die Wette – oder Abenteuer eines Zeitreisenden“ (Tanzregie: Monika Weller) und „Das verschwundene Königreich“ (Tanzregie: Kristin Strauß) - 23. März

2013 „UnterGehen“ Urban Performance für 27 Tänzer:innen anlässlich des Gedenkens an die verheerende „Operation Gomorrha“ im Jahre 1943 in Hamburg in Kooperation mit der Galerie Einstellungsraum e.V., Choreographie: Christiane Meyer-Rogge-Turner - August

„Colours of Dance“ – Internationale Gartenschau Hamburg (igs), es tanzten alle drei Ausbildungsklassen - 23. Mai

„Wasserwelten“ anlässlich der Eröffnungsveranstaltung der Internationalen Gartenschau Hamburg (igs) für 10 Tänzer:innen (Studierende der Lola Rogge Schule), Choreographie: Christiane Meyer-Rogge-Turner - 1. April

2012 „A350“ Tanzperformance ist ein Auftragswerk der Firma Airbus anlässlich eines großen Events, Choreographie für 12 Tänzer:innen von Christiane Meyer-Rogge-Turner und Katja Borsdorf - September

Jubiläumsfeier LOLA ROGGT! 40 Jahre Schulräume im Hirschparkhaus und 10 Jahre im Kiebitzhof, mit Tänzen von den Studierenden und mehr und mit den Stücken „Was sich so tut, Variation 1“, ein Tanzstück mit Atem und Stimme für acht Tänzerinnen, Choreographie von Katja Borsdorf und „Kernstück“, Choreographie von Christiane Meyer-Rogge-Turner, und einem Sommerfest im Hirschpark, mit Tänzen von den Studierenden und mehr - Juni und Juli

2011 Tanzaufführungen mit Kindern, Jugendlichen und Studierenden im Theater der Rudolf Steiner Schule in Wandsbek: „Der Nullte April“ (Tanzregie: Monika Weller), „Wanjas Wandlung“ (Tanzregie: Friederike Althoff) und „Aslanien“ (Tanzregie: Kristin Strauß) - 10. April

2010 „Die zerbrochenen Spiegel“ (Libretto von Klaus Mann), Choreographie der Filmtänze von Christiane Meyer-Rogge-Turner, Performance im Rahmen des Festivals „Himmel auf Zeit“, Projektleitung Nele Lipp - Juli

2008 „Märchen und Mythen“ in Tanzbildern mit Kindern, Jugendlichen und Studierenden in der Rudolf Steiner Schule in Wandsbek, anlässlich des 100. Geburtstag von Lola Rogge - September

„L.R.Memory“ zu Lola Rogges 100. Geburtstag, Choreographie: Christiane Meyer-Rogge-Turner, und die Ausstellung Lola 100 Ausstellung_Worte_TANZ - Juli

Zur gleichen Zeit wurde der Verein „Lola Rogge – Tanz entwickeln e.V.“ gegründet. Mit diesem Verein soll das Lebenswerk der Künstlerin, Choreographin und Tanzpädagogin Lola Rogge geehrt werden. Künstler:innen, Pädagog:innen und Wissenschaftler:innen, die in ihrem Sinne Tanz weiterentwickeln, sollen durch diesen Verein Unterstützung erfahren.

2006 Tanzaufführungen mit Kindern, Jugendlichen und Studierenden auf der Bühne der Rudolf Steiner Schule in Wandsbek: „Die Rettung Phantasiens“ und „Die kleine Hexe“ - 14. Mai

2005 „Tempus fugit“ zu Orgelimprovisationen anlässlich des Abschieds des Hauptpastors Adolfson der St. Michaelis Kirche in Hamburg, Choreographie: Christiane Meyer-Rogge-Turner

Beginn der einjährigen Weiterbildung T-an-S Tanz an Schulen.

2004 „Dunkeltanz/Lichttanz“ anlässlich eines Konzertabends in der St. Michaeliskirche, Choreographie: Christiane Meyer-Rogge-Turner - 1. Dezember

Tanzaufführungen mit Kindern, Jugendlichen und Studierenden der Lola Rogge Schule: „Mio“ und „Ronja“ - Januar

2003 „Magnifikat“, 2 Sätze (Johann Sebastian Bach) anlässlich des Fernsehgottesdienstes für „Brot für die Welt“ in der St. Michaeliskirche, Choreographie: Christiane Meyer-Rogge-Turner - November

2002 Aufführung zum 75-jährigen Jubiläum der Lola Rogge Schule: Open Air-Veranstaltung im Hirschpark „Oben und Unten“, Tanzperformance für ein Gerüst anlässlich des Baujahres des Hirschparkhauses 1789, dem Jahr, in dem die Französische Revolution begann, Choreographie: Christiane Meyer-Rogge-Turner - August

Tanzen beflügelt": Die Lola Rogge Schule bezieht neue Räume im Stadtteil Hohenfelde. Anlass hierzu ist unter anderem die „YOP – Year of Performance“ genannte einjährige Zusatzqualifikation, in der „Community Performance Teacher“ sowohl in Tanz als auch in Schauspiel und Performance ausgebildet werden. Die Leitung dieses Projekts haben Rotraut de Neve und Heidrun Vielhauer inne. YOP zeigt die große Affinität zwischen Tanz und Schauspiel, die mit den „Tanzschauspielen“ Lola Rogges ihren Anfang nahm und sich wie ein roter Faden durch die künstlerische und pädagogische Arbeit der Lola Rogge Schule zieht - 2. Februar

2001 „Die Nacht aus Blei“, Choreographie von Christiane Meyer-Rogge-Turner anlässlich des 700-jährigen Jubiläums Blankenese - Juli

2000 Tanzaufführungen mit Kindern, Jugendlichen und Studierenden der Lola Rogge Schule: „Das doppelte Luischen“, darin als ein Teil „Der Wunschpunsch“ - November

1999 „Herzreißbilder“, anlässlich der Feier des 8. Mai 1945 (Kriegsende) auf dem Joseph-Carlebach-Platz, dem Platz der zerstörten Synagoge. Im Rahmen der „Karawane der guten Nachbarschaft“, Tanzregie: Christiane Meyer-Rogge-Turner

1998 Tanzaufführungen mit Kindern, Jugendlichen und Studierenden der Lola Rogge Schule: „Momo“, „Das Traumfresserchen“ und „Jim Knopf“, im Altonaer Theater - April bis Mai

1997 „Kaspar Hauser“, anlässlich des 25-jährigen Jubiläums der Lola Rogge Schule im Hirschparkhaus, Tanzregie: Christiane Meyer-Rogge-Turner

1996 „Der gebrochene Flügel“, als Auftrag der Christlich-jüdischen Gesellschaft, Tanzregie: Christiane Meyer-Rogge-Turner

1995 Tanzaufführungen mit Kindern, Jugendlichen und Studierenden der Lola Rogge Schule: „Geschickt – in den April“, im Audimax - April

1994 Aus Studien zur gegenseitigen Beeinflussung von Bildender Kunst und Tanz entstehen in Zusammenarbeit von Nele Lipp und Christiane Meyer-Rogge-Turner drei Performances (1990 bis 1994) zum Thema Bildende Kunst und Tanz, aufgeführt im „TiK“ Theater in der Kunsthalle: „BodyBuildings“ (Tanzarchitekturen und Architekturtänze) mit Absolvent:innen der Lola Rogge Schule

1992 „Fließender Stillstand“ (Tanzskulpturen und Skulpturentänze) mit Ausbildungsschüler:innen der Lola Rogge Schule

„Einst + Jetzt“: Kids und Teens der Lola Rogge Schule tanzen im Congress Centrum Hamburg (CCH) am Dammtorbahnhof - November

Die Pädagogin Susanne Bargfrede ergänzt den Kanon der theoretischen Fächer um den Schwerpunkt Kindertanz-Methodik.

1991 Im Florian Noetzel Verlag erscheint das Buch „Lola Rogge – Ein Leben für den Ausdruckstanz“ von Patricia Stöckemann, Absolventin der Lola Rogge Schule, Musikwissenschaftlerin und zurzeit Dramaturgin am Theater Osnabrück.

1990 „Aus dem Rahmen fallen“ (Tanzbilder und Bildtänze) mit Ausbildungsschüler:innen der Lola Rogge Schule

„1 2 3 im Sauseschritt läuft das Jahr wir tanzen mit“: eine Tanzmatinee im Audimax - Juni

Lola Rogge stirbt in ihrer Wohnung in der Tesdorpfstraße 13. Anlässlich der Gedächtnisfeier sprechen Gisela Peters-Rohse und Ursula Bosselmann, Pastorin und ehemalige Tänzerin und Lehrerin an der Lola Rogge Schule - 13. Januar

1987 „Tanzen lernen“: Tanzvorführungen der Lola Rogge Schule im Audimax

1986 Christiane Meyer-Rogge-Turner, Gerburg Ohde und Monika Weller stellen choreografische Arbeiten mit den Ausbildungsklassen in der Hamburger „Markthalle“ vor, darunter die Choreographie von Christiane Meyer-Rogge-Turner „Schildkröte im Flug“.

1985 „Humpty Dumpty’s weite Welt“: Tanzvorführungen der Lola Rogge Schule im Haus der Jugend - Februar

Die Examensklasse des Jahres 1985 zeigt eigenständig ihre choreographischen Abschlussarbeiten in der Hamburger „Markthalle“. Dieser Schritt in die Öffentlichkeit macht Schule, bis heute werden die Examenschoreographien – Prüfungsarbeiten im Fach „Improvisation und Gestaltung“ – öffentlich in Hamburger Theatern gezeigt.

1983 Lola Rogge erhält die Biermann-Ratjen-Medaille, mit der in Hamburg Personen und Personengruppen geehrt werden, die sich durch künstlerische oder andere kulturelle Leistungen um Hamburg verdient gemacht haben.

1982 „Die Konferenz der Tiere“ nach Erich Kästner wird als Kindertanzschauspiel zu Musik von Felicitas Kuckuck im Auditorium Maximum aufgeführt. Christiane Meyer-Rogge-Turner führt die Gesamtregie, Monika Weller assistiert.

Über Christiane Meyer-Rogge-Turner und Lola Rogge

1979 Mit einem großen Festakt begeht die Lola Rogge Schule den 100. Geburtstag Rudolf von Labans. Lola Rogge demonstriert chorischen und choreologisch durchdrungenen Tanz.

Christiane Meyer-Rogge heiratet den britischen Journalisten Peter Turner.

1977 Die Lola Rogge Schule feiert ihr 50-jähriges Bestehen im Auditorium Maximum. Gerhard Bohner choreographiert zu diesem Anlass „Händel-Variationen“ von Mauricio Kagel. Lola Rogge übergibt die Leitung der Schule ihrer Tochter Christiane Meyer-Rogge. Sie ergänzt den Stundenplan um das Fach Pädagogik, in dem die Studierenden Methoden hinterfragen und pädagogische Probleme erörtern sollen. Das Fach „Improvisation und Gestaltung“ erfährt durch sie eine Weiterentwicklung.

1975 Hans Meyer-Rogge, der kaufmännische Direktor der Lola Rogge Schule und künstlerische Berater Lola Rogges, stirbt. Christiane Meyer-Rogge übernimmt erneut Aufgaben an der Lola Rogge Schule.

Seit Mitte der 1970er Jahre gestaltet Gerburg Ohde die Geschichte der Lola Rogge Schule entscheidend mit. Das von ihr vertretene Fach „Jazztanz“ bekommt großen Einfluss im Laientanz- und im Ausbildungsbereich. Sie unterrichtete die heutigen Lehrer und Lehrerinnen der Berufsausbildung im „Jazztanz“. Die heute ausbildenden Jazztanzlehrer, Saba Pedük und Christiane Schorpp, wurden unter anderen von ihr geschult. Den praxisorientierten Lehrproben stellt Gerburg Ohde das theoretische Fach „Methodik“ zur Seite. Ferner löst die „Folklore“ das veraltete Fach „Nationaltanz“ ab. Maria Timm übernimmt den Unterricht in Klassischem Tanz.

Im selben Zeitraum hat Christiane Meyer-Rogge-Turner das Fach „Improvisation und Gestaltung“ erweitert und systematisiert. Im Rahmen dieses Unterrichts entstehen unterschiedliche Projekte.

1974 Die Lola Rogge Schule erhält die staatliche Anerkennung ihrer Berufsausbildung.

1973 Christiane Meyer-Rogge verlässt die Lola Rogge Schule für ein Studium in Zürich und Berlin.

1972 Christiane Meyer-Rogge bricht mit der Tradition der Kinderfeste im Curio-Haus und tanzt mit Kindern der Lola Rogge Schule in der eben eröffneten Altonaer „Fabrik“, bezieht die Kindergruppe der „Fabrik“ mit ein und lässt zu dem Motto „Gegensätze“ Beiträge in den Tanzkursen mit den Kindern entwickeln.

Das Hirschparkhaus in Blankenese wird als Zweiginstitut angemietet.

1970 Christiane Meyer-Rogge legt ihre Tanzpädagogenprüfung im Fach „Freier Tanz“ vor der Paritätischen Prüfungskommission ab, Prüferin ist die Tänzerin Lisa Czobel. Für die von ihr gegründete Gruppe „ZNAT“ choreographiert Christiane Meyer-Rogge in einem Zeitraum von zwei Jahren regelmäßig. Sie arbeitet ohne Musik, mit Stimme und Eigengeräuschen der Bewegung sowie mit äußerst strengen räumlichen Konstellationen. Diese Arbeitsweise richtet sich gegen die gängige Strömung der damaligen Zeit in Deutschland; „ZNAT“ tritt zum Beispiel im Hamburger Kunsthaus im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Junge Hamburger Künstler“ auf.

Andrea Meyer-Rogge, Lola Rogges jüngere Tochter, beginnt ihre tanzpädagogische Arbeit in Holland. Später eröffnet sie ihr Tanzstudio in Hilversum.

1969 Die Ausbildung von Bühnentänzern wird aufgegeben. Fortan konzentriert sich die Schule auf die Ausbildung von Pädagogen, dem Wunsch Christiane Meyer-Rogges entsprechend, die die Zukunft der Lola Rogge Schule nun mitgestaltet.

1967 Christiane Meyer-Rogge, Lola Rogges ältere Tochter, legt ihre Prüfung als Lehrerin für tänzerische Körperbildung ab und führt die so genannte Spielstunde im Ausbildungsunterricht ein, eine unkonventionelle, für Experimente offene Improvisationsstunde. Sie übernimmt Unterrichtsstunden im Laientanzbereich.

1960er Die Pädagogen Kurt Peters und Gisela Rohse arbeiten an der Lola Rogge Schule. Kurt Peters unterrichtet Kinetographie, Tanzgeschichte sowie Klassischen Tanz; diesem Fach gibt er entscheidende, neue Impulse. Gisela Rohse unterrichtet Folklore, Jazztanz sowie Erwachsenen- und Kinderstunden im Laientanzbereich der Schule. Sie ist Lola Rogge in dieser Zeit eine unentbehrliche Assistentin. Bedeutende Gastlehrer: Susana Audeoud, die (mit ihrem Mann Armin Janssen am Flügel) Spanische Folklore vermittelt, und Jean Cébron, Dozent der Essener Folkwangschule, der Lola Rogge längerfristig vertritt, sowie Roger George. Ende der 1960er Jahre setzt Elke Horn die zeitgemäße Ausrichtung im Fach Klassischer Tanz fort, später Maria Timm und andere.

1954 Uraufführung „Lübecker Totentanz“ in der Marienkirche zu Lübeck; mit diesem Werk beendet Lola Rogge ihre choreographische Laufbahn.

1952 Uraufführung „Theodora“ in der Musikhalle Hamburg, Lola Rogges Choreographie in der Inszenierung von Hanns Niedecken-Gebhardt zu Musik von Georg Friedrich Händel.

1950 Uraufführung „Vita Nostra“ zu Musik von Aleida Montijn im Deutschen Schauspielhaus Hamburg. Lola Rogges erschütternde Kriegsklage nach ihren Erfahrungen im Zweiten Weltkrieg wird von Publikum und Presse mit Betroffenheit und großer Anerkennung aufgenommen.

1946 Lola Rogge erhält die „Staatliche Genehmigung zur Abnahme staatlicher Prüfungen“ für ihre Schule.

1945 Der Kulturbeauftragte der britischen Militärregierung bittet Lola Rogge um die Wiederaufnahme ihrer Tanzschauspiele „Die Amazonen“ und „Die Mädcheninsel“ für das Schauspielhaus (das unter der britischen Militärregierung Garrison Theatre hieß und der Truppenbetreuung diente). Auch die „Tanzbühne Lola Rogge“ wird unter der Leitung von Hans Meyer-Rogge nun für die Truppenbetreuung der Engländer engagiert.

Uraufführung des Weihnachtsmärchens „Schneewittchen“. Zwischen 1948 und 1950 wird das Tanzschauspiel für Kinder mit enormem Erfolg im Garrison Theatre gespielt.

1939 bis 1945 Während des Zweiten Weltkriegs organisiert Hans Meyer-Rogge Auftritte der „Tanzbühne Lola Rogge“ im Rahmen der Truppenbetreuung. Die Lola Rogge Schule wird trotzdem weitergeführt, zeitweise übernimmt Ursula Bosselmann, Absolventin der Schule, den gesamten Unterricht im Laientanzbereich.

1939 Uraufführung „Die Mädcheninsel“ im Staatlichen Schauspielhaus Hamburg. Die Kostüme entwirft und schneidert Inge Steffen, die fortan jede Aufführung der Lola Rogge Schule in diesem Bereich ausstattet. Nach „Die Amazonen“ setzt „Die Mädcheninsel“ das als Trilogie geplante Werk aus Motiven der griechischen Mythologie fort. Der „Trojanische Krieg“ sollte den dritten Teil bilden. Wie für die beiden anderen Werke auch, hatte Hans Meyer-Rogge das Libretto geschrieben, doch der Zweite Weltkrieg machte diesen Plan zunichte.

1938 Umzug in das eigene Haus in der Tesdorpfstraße 13. Hier etabliert Lola Rogge gemeinsam mit ihrem Mann den weit über Hamburg hinaus bekannten „jour fixe“. Ernst Rowohlt, Hans Henny Jahnn, Axel Eggebrecht, Jürgen Fehling, Joana Maria Gorvin, César Klein, Alfred Sierke, Ferdinand Leitner, Arnold Fiedler und Karl Gröning sind nur einige der bekannten Persönlichkeiten des Kulturlebens, die sich regelmäßig im Hause Meyer-Rogge trafen.

1937 Rudolf von Laban wird zur Emigration gezwungen. Lola Rogge trägt man von offizieller Seite an, der von ihr geführten Schule auch ihren Namen zu geben.

1936 Die geplante Teilnahme an der Vorolympischen Feier in Berlin wird kurzfristig abgesagt.

1935 „Die Amazonen“ werden im Rahmen der Deutschen Tanzfestspiele aufgeführt.

Uraufführung „Die Amazonen“ im damals so genannten Staatlichen Schauspielhaus Hamburg. Nach der erfolgreichen Premiere des Werkes bietet der Intendant des Schauspielhauses, Karl Wüstenhagen, der Choreografin die Tanz- und Trainingsleitung der Schauspieler und Schauspielschüler an. Lola Rogges Verständnis von Bühnenkunst kommt dieses Angebot sehr entgegen, denn der von ihr gewählte Begriff „Tanzschauspiel“ zeigt, wie eng sie die beiden Bereiche verknüpft sehen will. Werner Hinz und Gustav Knuth, am Beginn ihrer Karriere, sind nur zwei ihrer bekannten „Schüler“. Das Schauspielhaus in Hamburg, erste Adresse der damaligen Theaterlandschaft Deutschlands, beschäftigt Lola Rogge seit den 1930er Jahren bis zum Jahr 1959 auch als Bewegungsregisseurin. Während dieser Zeit arbeitet sie mit namhaften Regisseuren zusammen, Gustaf Gründgens ist wohl der bekannteste unter ihnen. Die Tätigkeit am Hamburger Schauspielhaus wird um die regelmäßige Planung und Durchführung von Weihnachtsmärchen erweitert, an denen Kinder aus der Lola Rogge Schule teilnehmen.

1934 Lola Rogge übernimmt mit Hans Meyer-Rogge als kaufmännischem Direktor die Leitung der „Hamburger Laban-Schule“. Albrecht Knust wechselt zur Tanzabteilung an die Folkwangschule in Essen. Der Name „Hamburger Bewegungschöre“ bleibt, erhält jedoch den Zusatz „Leitung: Lola Rogge“. Ihre eigene „Altonaer Laban-Schule“ legt Lola Rogge mit der übernommenen Schule zusammen, übernimmt drei Ausbildungsschüler von Knust und rekrutiert sieben weitere aus ihren eigenen Reihen, so dass ihre erste selbstständig zu leitende Ausbildungsklasse zu Stande kommt. Sie verlängert die Ausbildungszeit von zwei auf drei Jahre, erweitert die Fächer um Ballett und Nationaltanz – wie es der Lehrplan der Reichskulturkammer vorschreibt. Mariska Rudolph unterrichtet diese beiden neuen Fächer, Herbert Vogel lehrt Akrobatik und Kinetographie. Tanzgeschichte vermittelt die Schulleiterin zunächst selbst, um sie später an Inge Steffen zu übergeben. Anneliese Martin, ausgebildet in Mensendieck-Gymnastik, gibt Anatomie-Unterricht, Hans Meyer-Rogge unterrichtet Musikgeschichte sowie Musiktheorie und begleitet viele praktische Stunden als Pianist. Die tanztechnische Grundlage der Ausbildung bildet weiterhin das Fach Choreologie, von Lola Rogge unterrichtet. Hier integriert sie Elemente aus dem Klassischen Tanz, widmet Teile dieser Stunden der Improvisation und schult ihre Schüler konsequent durch die Arbeit im Bewegungschor. Die Schule behält den Status einer Privatschule und muss folglich weder „Rassenkunde“ noch politische Schulungen in ihren Stundenplan aufnehmen.

1933 Freilichtaufführungen des „Thyll“ im Stadtpark, der Erlös kam der Erwerbslosenselbsthilfe Groß-Hamburg e.V. zugute.

Uraufführung „Thyll“, nach dem Roman „Legende vom Ulenspiegel“ des belgischen Dichters Charles De Coster als abendfüllendes Tanzspiel im Altonaer Stadttheater. Der bekannte Kritiker Rudolf Maack nennt Lola Rogge „eine geborene Begabung für das Tanzschauspiel“.

Das Ministerium für Volksaufklärung und Propaganda mit Joseph Goebbels an der Spitze wird zur Kontrolle des Kulturlebens gegründet. Die NSDAP verbietet die Teilnahme des Sprechchors der SPD am „Thyll“, so dass Gesangs- und Sprechrollen durch Schauspieler ersetzt werden müssen. Der SPD-Chor ermutigt Lola Rogge der Aufforderung zu folgen, als sie erwägt, das kurz vor der Vorstellung stehende neue Tanzschauspiel wegen des Verbots aufzugeben.

1932 Beim Radio-Sender NORAG etabliert Lola Rogge eine 25-minütige Morgengymnastik, zunächst zweimal wöchentlich, bald zweimal täglich, mit durchschlagendem Erfolg.

Lola Rogge gestaltet die Bewegungsszenen in Albert Talhoffs „Totenmal“ (Regie: Adolf Johannesson).

1931 kommt Lola Rogges erstes großes Schulwerk „Der Rattenfänger von Hameln“ zur Aufführung. Ihr musikalischer Mitarbeiter ist Hans Meyer, den sie noch im gleichen Jahr heiratet. Durch den großen Erfolg des Erstlingswerkes ermutigt, planen beide ihr nächstes gemeinsames Projekt.

1930 Mit ihrem Bewegungschor wird Lola Rogge nach München zum 3. Deutschen Tänzerkongress eingeladen; für dieses Treffen gestaltet sie „Das große Tor von Kiew“ aus Modest Mussorgskys Zyklus „Bilder einer Ausstellung“.

Lola Rogges Schüler wirken in der Neueinstudierung von Christoph Willibald Glucks Oper „Orpheus“ mit, die im Hamburger Stadttheater aufgeführt wird.

1929 Lola Rogge wird für innerbetriebliche Gymnastikkurse engagiert, Firmen wie Shell, Beiersdorf, Reemtsma, die Deutsche Bank und andere verbessern auf diese Art ihr Betriebsklima. Durch die Kontakte ergeben sich Aufführungsmöglichkeiten für ihre Bewegungschöre. Betriebsfeste, Jahresfeiern, Wohltätigkeitsveranstaltungen und Bälle bieten willkommene Anlässe, für die Schüler zu choreographieren und ihnen Auftritte zu ermöglichen.

1928 Frauen und Männer aus der Hamburger Arbeiterbewegung bilden Lola Rogges ersten eigenen Bewegungschor. Der Kinderunterricht erfährt großen Zulauf, so dass auch ein Kinder-Bewegungschor entsteht.

1927 Lola Rogge legt nach zweijähriger Ausbildung ihr Examen bei Rudolf von Laban ab, Albrecht Knust ernennt die 19-Jährige zu seiner Assistentin. Im gleichen Jahr und parallel zu dieser Aufgabe gründet sie die „Altonaer Laban-Schule Lola Rogge“, wie sie ihr eigenes Institut mit Genehmigung Labans nennen darf. Dies war der Grundstein der bis heute in Hamburg existierenden Schule. Lola Rogge tanzt in Labans Choreographien „Titan“ (anlässlich des 1. Deutschen Tänzerkongresses 1927 in Bad Mergentheim), in „Die Nacht“, einem avantgardistischen Werk, das seiner Zeit weit voraus war, und im „Ritterballett“, das in der Spielzeit 1927/28 auch in der Schilleroper in Hamburg aufgeführt wurde.

1925 Gegen die Widerstände der Eltern setzt Lola Rogge ihren Berufswunsch durch und beginnt die Tanzausbildung an der „Hamburger Laban-Schule“.

1922 Rudolf von Laban kommt nach Hamburg, er gründet ein Kammertanztheater (für Professionelle) und einen Bewegungschor (für Laien) sowie die Schule „Hamburger Bewegungschöre Rudolf von Laban“, deren Leitung Albrecht Knust übernimmt, Labans Assistent.

1908 Lola Rogge wird im damals preußischen Altona geboren.

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